Koffein XXLF-BRNF-BurnBurn ExCapsicum ProSynephrinGrüner Kaffee ExtraktGrüner Tee VihadoHimbeerketonForskolinGC Ex
ProduktKoffein XXL F-BRNF-Burn Burn Ex Capsicum Pro SynephrinGrüner Kaffee ExtraktGrüntee-Extrakt Himbeerketon ForskolinGC Ex
HerstellerVit4everVihadoGreen NutritionBurn ExVit4everBull-AttackVihadoVihadoExvitalVitabayGC Ex
Inhalt200 Kapseln100 Kapseln90 Kapseln90 Kapseln180 Kapseln500 Kapseln100 Kapseln90 Kapseln90 Kapseln90 Kapseln90 Kapseln
WirkstoffKoffein- Grüner Kaffee Extrakt
- Koffein
- Grüntee Extrakt
- Grüntee Extrakt
- Koffein
- Grüner Kaffee Extrakt
- Cayenne
- Grüner Kaffee Extrakt
- Grüntee Extrakt
- Koffein
Capsaicin
(aus Chilipulver)
Synephrin
(aus Bitterorange)
Grüner Kaffee ExtraktCatechine
(aus Grüntee)
HimbeerketonForskolinGarcinia Cambogia
Wirkstoffmenge200 mg
(pro Kapsel)
- 300 mg
- 24 mg
- 100 mg
(pro Kapsel)
- 120 mg
- 95 mg
- 80 mg
- 38 mg
(pro Kapsel)
- 300 mg
- 100 mg
- 33 mg
(pro Kapsel)
120 mg
(pro Kapsel)
5 mg
(pro Kapsel)
200 mg
(pro Kapsel)
375 mg
(pro Kapsel)
20 mg
(pro Kapsel)
80 mg
(pro Kapsel)
500 mg
(pro Kapsel)
Vorteile- bestätigte Wirkung
- hoch dosiert
- gute Preisleistung
wirksame Inhaltsstoffe
wirksame Inhaltsstoffewirksame Inhaltsstoffewirksamer Inhaltsstoffwirksamer Inhaltsstoffwirksamer Inhaltsstoff- wirkt mit Koffein
- hoch dosiert
- gute Preisleistung
NachteileKeineNiedrig dosiertNiedrig dosiert
Niedrig dosiertKeineKeineKeineUnbestätigte WirksamkeitUnbestätigte WirksamkeitUnbestätigte Wirksamkeit
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Fatburner sind Nahrungsergänzungsmittel, die über unterschiedliche Mechanismen bei der Einsparung oder zusätzlichen Verbrennung von Kalorien helfen und somit die Körperfettreduktion unterstützen. Die hauptsächlichen Wirkungsvorgänge liegen in der Zügelung des Appetits, der verminderten Resorption von Hauptnährstoffen wie Kohlenhydraten oder der Erhöhung der Stoffwechselrate. Die ersten zwei Mechanismen bewirken eine verminderte Kalorienaufnahme aus der Nahrung, entweder indem aufgrund der Appetithemmung weniger Kalorien zugeführt werden oder indem die Aufnahme energiereicher Nährstoffe gehemmt wird und diese zum Teil nicht verdaut werden. Einige Fatburner wirken auch mittels einer Beschleunigung der Stoffwechselrate, durch die vermehrt Kalorien verbraucht werden, um Energie freizusetzen. So werden durch einige Wirkstoffe zum Beispiel Stresshormone wie Adrenalin und Noradrenalin von den Nebennieren ausgeschüttet, welche wiederum an Alpha- und Beta Rezeptoren im Körper binden. Dadurch werden energiefordernde Stoffwechselreaktionen ausgelöst, um den Körper bestmöglich auf eine Kampf-oder Flucht Situation anzupassen. Zu diesen Reaktionen gehören unter anderem die Erhöhung der Herzschlagrate und der Atemfrequenz, um die Muskeln besser zu durchbluten und mehr Sauerstoff zu liefern oder auch die Freisetzung von energieliefernden Fettsäuren aus den Körperspeichern. All diese Stoffwechselvorgänge sind energieaufwändig und sorgen somit für eine Erhöhung des Gesamtenergieumsatzes, also einem höheren Tagesverbrauch an Kalorien.

Zu den gängigsten Fatburnern zählen Koffein, Grüntee-Extrakt, Synephrin, Garcinia Cambogia, Hoodia Gordonii, Grüner Kaffee Extrakt, Himbeerketon, Forskolin und Capsaicin. Von all den Substanzen haben aber nur wenige in klinischen Studien eine wissenschaftlich bestätige Wirkung erzielt:

 

Testsieger: Koffein

koffein xxlKoffein gehört zur Gruppe der Stimulanzien und ist in natürlicher Form vor allem in Kaffee oder Schwarz- und Grüntee enthalten. Es ist je nach Dosierung in der Lage, die metabolische Rate, also den Umfang der energieverbrauchenden Stoffwechselprozesse, zu erhöhen. Diese Wirkung beruht auf der wissenschaftlich belegten Fähigkeit von Koffein, das Nebennierenmark zur Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin und Noradrenalin zu stimulieren. In einer Humanstudie konnte zum Beispiel gezeigt werden, dass durch die Einnahme von 250 mg Koffein auf nüchternen Magen die Blutkonzentrationen von Adrenalin und Noradrenalin stiegen. So erhöhte sich der Noradrenalinwert bei den Probanden um 75 %, während der Adrenalinwert sogar um 207 % stieg. Die beiden Stresshormone binden an Alpha- und Beta Adrenorezeptoren und lösen so energieverbrauchende Prozesse wie die Erhöhung der Herz- und Atemfrequenz und die Mobilisierung von Fettsäuren aus. Eine daraus resultierende Beschleunigung der Stoffwechselrate konnte auch in Studien festgestellt werden. So war bei den Probanden die metabolische Rate nach der Einnahme von 250 mg Koffein für 3 Stunden um durchschnittlich 7 % erhöht.

Diese Beschleunigung der Stoffwechselrate resultiert letztlich in einem höheren Gesamtverbrauch an Energie in Form von Kalorien. So konnte eine Studie zeigen, dass durch die Zufuhr von insgesamt 600 mg Koffein über 12 Stunden die Stoffwechselrate bei den Teilnehmern in diesem Zeitraum um bis zu 11 % stieg. Dies resultierte in einem Mehrverbrauch von 79 Kalorien bei ehemals Übergewichtigen und 150 Kalorien bei schlanken Personen. Koffein ist somit ein wirksamer und empfehlenswerter Fatburner mit eindeutigen wissenschaftlichen Belegen. Anzumerken ist allerdings, dass Koffein für Personen mit Bluthochdruck nicht geeignet ist, da es eine starke Wirkung auf die Blutdruckregulation ausübt. In einer Studie wurde zum Beispiel festgestellt, dass die Einnahme von 250 mg Koffein die Renin-Konzentration im Blut der Probanden um durchschnittlich 57 % erhöhte. Das Hormon Renin wird vom Körper in den Nieren ausgeschüttet, um einen niedrigen Blutdruck auszugleichen. Für gesunde Menschen liegt die unbedenkliche Höchstdosierung laut Bundesinstitut für Risikobewertung bei 200 mg als Einmaldosis und insgesamt 400 mg über den Tag verteilt.

Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet zum Beispiel das Produkt Koffein XXL des Herstellers Vit4ever. Erhältlich ist es in den Varianten mit 200 oder 500 Tabletten. Die Tabletten enthalten jeweils 200 mg Koffein, sind einfach runterzuschlucken und haben einen neutralen Geschmack. 

 

Synephrin

synephrinSynephrin ist ein natürlicher Bestandteil bestimmter Citrusfrüchte ihres hohen Gehalts vor allem aus der Bitterorange gewonnen. Es weist chemisch eine ähnliche Struktur wie die Substanz Ephedrin auf und wurde so auch für Supplement- und Pharmafirmen interessant. Ephedrin bewirkt Beschleunigung der Stoffwechselrate, indem es für eine Ausschüttung des Stresshormons Noradrenalin im Nebennierenmark sorgt. Unter anderem aufgrund seiner blutdrucksteigernden Wirkung ist Ephedrin mittlerweile rezeptpflichtig und wurde in vielen Fatburnern durch Synephrin ersetzt. Synephrin hat außerdem eine chemische Ähnlichkeit mit den Hormonen Adrenalin und Noradrenalin. In Tierstudien wurde festgestellt, dass ebenfalls an Alpha– und Beta Adrenorezeptoren binden kann, wenn auch in schwächerer Form. Eine Aktivierung der Rezeptoren führt üblicherweise zu Stoffwechselreaktionen wie einer Beschleunigung der Herz- und Atemfrequenz sowie der verstärkten Mobilisierung von Fettsäuren. Dies resultiert wiederum in einer Erhöhung der metabolischen Rate und damit auch des Gesamtenergieverbrauchs. Die Bindung von Synephrin an die Adrenorezeptoren wurde bisher nicht durch Studien an menschlichen Zellkulturen bestätigt. Es gibt aber Humanstudien, die eine beschleunigte Stoffwechselrate und einen vermehrten Kalorienverbrauch zeigten. So wurde in einer Studie festgestellt, dass die Zufuhr von 50 mg Synephrin bei den Probanden für eine Erhöhung der Stoffwechselrate und einen Mehrverbrauch von 65 Kalorien sorgte.

Allerdings ist Synephrin insbesondere für Personen mit Bluthochdruck ungeeignet und kann in normaler Dosierung möglicherweise auch bei gesunden Menschen für eine Erhöhung des Blutdrucks sorgen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass eine Aktivierung der Adrenorezeptoren zu einer Verengung der Blutgefäße in bestimmten Körperregionen führen kann. So ist Synephrin zum Beispiel Hauptwirkstoff des Medikaments Oxedrin, das gegen niedrigen Blutdruck eingesetzt wird. Die verwendete Dosierung ist zwar weitaus höher als in Nahrungsergänzungsmitteln, aber auch bei einer üblichen Dosis von 50 mg Synephrin wurde in einer Studie eine Blutdruckerhöhung festgestellt. So hatten die Teilnehmer nach der Einnahme von 50 mg Synephrin eine Erhöhung des systolischen und diastolischen Blutdrucks, die für 5 Stunden anhielt. Viele andere Untersuchungen konnten diesen Effekt aber nicht bestätigen. In einer Studie mit 18 Probanden wurde zum Beispiel bis zu 8 Stunden nach Verabreichung von 49 mg Synephrin keine Veränderung des Blutdrucks gefunden.

Gesicherter ist dagegen die Verstärkung der blutdrucksteigernden Wirkung von Koffein, da beide Substanzen synergistisch wirken. So zeigte eine Untersuchung, dass die Gabe von etwa 47 mg Synephrin alleine keinen Einfluss auf den Blutdruck hatte, aber ein Kombinationsprodukt aus mehreren Fatburnern wie Koffein und einer geringen Menge Synephrin einen deutlichen Anstieg auslöste. Synephrin ist somit ein wirkungsvoller Fatburner, der auch in der üblichen Dosierung einen nachweisbaren Zusatzverbrauch an Energie erreichen kann. Nicht empfehlenswert ist die Einnahme für Personen mit Bluthochdruck oder in Kombination mit blutdrucksteigernden Substanzen wie Koffein.

 

Capsaicin

capsicum proCapsaicin ist ein Inhaltsstoff bestimmter Paprika- und Chilisorten wie zum Beispiel Cayenne und sorgt für die geschmackliche Schärfe dieser Lebensmittel. Die Substanz ist auch für die Erhöhung der Körperwärme nach dem Verzehr scharfer Speisen verantwortlich. Sie erhielt dadurch viel Interesse aus der Supplement-Industrie und ist mittlerweile in vielen Fatburnern zugesetzt. Die Wirkung von Capsaicin geht auf die Reizung von Schmerzsensoren in der Haut zurück. In Tierstudien wurde festgestellt, dass Capsaicin an den TRPV-Kanal in den sogenannten Nozisensoren in der Haut andockt, die für die Hitze- und Schmerzwahrnehmung zuständig sind. Diese Aktivierung sorgt wiederum für eine Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin und Noradrenalin im Nebennierenmark. Diese Hormone sind in der Lage an Alpha– und Beta Rezeptoren im Körper zu binden und so unter anderem die Herzfrequenz und Atemrate zu steigern. Darüber hinaus sorgen sie für eine verstärkte Lipolyse, also Freisetzung von energiereichen Fetten aus den Körperspeichern und eine gesteigerte Wärmebildung. Tierstudien sind zwar schlecht auf den menschlichen Körper übertragbar und der Wirkmechanismus wurde auch noch nicht durch Humanstudien bestätigt. Es gibt aber zahlreiche Studien mit Capsaicin, die eine Erhöhung der Stoffwechselrate beim Menschen zeigen.

So konnte eine Studie zeigen, dass die Stoffwechselrate bei Probanden nach der Einnahme von 10 Gramm Capsaicin-reichem Chillipulver für 30 Minuten erhöht war. Nach der halben Stunde fiel die metabolische Rate wieder auf den Ausgangswert, während es in der Placebogruppe keinen Anstieg gab. Bei einer Folgeuntersuchung nahmen die Probanden vor dem Verzehr des Pulvers das Medikament Propranolol ein, welches die Beta-Adrenorezeptoren blockiert. Dadurch kam es zu keiner messbaren Erhöhung der Stoffwechselrate, woraus die Forscher schlossen, dass Capsaicin durch die in Gang gesetzte Aktivierung der Adrenorezeptoren für eine Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin und Noradrenalin sorgt.

Auch eine Erhöhung des Energieverbrauchs durch Thermogenese, also die Wärmebildung durch die Verbrennung von Fettsäuren, ist für Capsaicin belegt. Dieser Wirkmechanismus konnte in Studien an Menschen verdeutlicht werden. So nahm in einer Untersuchung mit 11 Probanden die aktive Gruppe Cayennepfeffer ein, während die zweite Gruppe ein Placebopulver erhielt. Nach der Einnahme war in der aktiven Gruppe sowohl die Körperkerntemperatur als auch der Sauerstoffverbrauch erhöht, während in der Placebogruppe keine Veränderungen auftraten. Die verstärkte Wärmeproduktion ist wahrscheinlich auf die Bindung des Stresshormons Noradrenalin an die Beta-3 Rezeptoren im braunen Fettgewebe zurückzuführen. Deren Aktivierung sorgt für die Aufspaltung von Fetten aus dem Körperfettgewebe und löst eine verstärkte Wärmebildung aus.

Auch wenn die genannten Studien aussagekräftig sind und Capsaicin durchaus zu einer Erhöhung der metabolischen Rate führt, so gibt es wenig Hinweise zu unterschiedlichen Dosierungen und der tatsächlichen Höhe des damit verbundenen Mehrverbrauchs an Energie. Darüber hinaus kann Capsaicin bei magenempfindlichen Personen schon in üblicher Dosierung Sodbrennen verursachen und ist daher nicht für alle Personen geeignet.

 

Grüner Kaffee-Extrakt

Vihado Grüner Kaffee ExtraktGrüner Kaffee-Extrakt ist ein Auszug aus rohen, ungerösteten Kaffeebohnen. Er findet als Fatburner in vielen Produkten Verwendung, da er die Resorption von Kohlenhydraten im Magen-Darm Trakt mindern soll. Diese Wirkung soll auf Chlorogensäure beruhen, die in grünem Kaffee in hoher Konzentration enthalten ist. Auch in normalen Kaffeebohnen ist die Säure enthalten, allerdings in geringerer Menge, da sie durch die Röstung größtenteils abgebaut wird. In Tierstudien wurde festgestellt, dass Chlorogensäure eine hemmende Wirkung auf die Ausschüttung der Enyzme Pankreas-Amylase und Maltase-Glucoamylase hat. Diese werden nach der Nahrungsaufnahme unter anderem in der Bauchspeicheldrüse oder im Darm gebildet und sind für die Verstoffwechslung von Kohlenhydraten zu verfügbarer Glukose, also Traubenzucker, notwendig. Durch die Hemmung der Enzym-Ausschüttung wird somit ein Teil der Kohlenhydrate unverdaut ausgeschieden, was zu einer Reduzierung der Kalorienzufuhr führt und damit auch zur Unterstützung eines möglichen Körperfettabbaus. Tierstudien sind allerdings schlecht auf den Menschen übertragbar und der Effekt von Chlorogensäure auf die menschliche Enzymtätigkeit konnte bisher nicht bestätigt werden. Die wenigen verfügbaren Humanstudien sind kritisch zu betrachten, da sie zum Teil von Herstellern finanziert wurden. Darüber hinaus werden oftmals unrealistische Ergebnisse bezüglich der erzielten Körperfettreduktion der Probanden angegeben.

In zwei Untersuchungen wurde zum Beispiel der Effekt von Chlorogensäure auf die Resorption von Kohlenhydraten und ihr Effekt auf eine mögliche Körperfettreduzierung überprüft. In der ersten Studie erhielten die Probanden morgens auf nüchternen Magen eine Zuckerlösung und dazu entweder Wasser, normalen Kaffee oder eine mit Chlorogensäure angereicherte Kaffeesorte. Die letzte Gruppe nahm insgesamt 500 mg Chlorogensäure auf. Die nachfolgenden Blutzuckermessungen ergaben eine reduzierte Kohlenhydrataufnahme von rund 7 % bei der aktiven Gruppe, während bei den anderen Gruppen kein solcher Effekt festgestellt werden konnte. Eine solche Reduzierung der Kohlenhydrataufnahme würde bei einer hypothetischen Energiezufuhr von 3000 Kalorien am Tag und einem für Sportler üblichen Kohlenhydratanteil von 50 % etwa 100 Kalorien einsparen.

In der zweiten Studie des selben Autors wurde die längerfristige Einnahme von Chlorogensäure auf das Körpergewicht untersucht. 30 übergewichtige Teilnehmer wurden auf zwei Gruppen aufgeteilt, von denen die erste durch die angereicherte Kaffeesorte 500 mg Chlorogensäure am Tag zuführte. Während der 12-wöchigen Einnahme fanden weder Veränderungen in der Ernährung noch im üblichen Aktivitätspensum statt. Am Ende der Studienphase wies die aktive Gruppe einen Gewichtsverlust von durchschnittlich 5,4 Kilogramm auf, während die Kontrollgruppe nur 1,7 Kilogramm verloren hatte. Diese Ergebnisse sind allerdings kaum nachvollziehbar und auch Grund für die Widerrufung mindestens einer weiteren Studie mit ähnlichen Ergebnissen. Um einen Körperfettverlust von 5,4 kg zu realisieren hätten die Teilnehmer in den 12 Wochen ein Kaloriendefizit von mindestens 37.800 Kalorien benötigt, da jedes Kilo Körperfett einen Energiegehalt zwischen 7.000 und 7.500 Kalorien aufweist. Dies entspricht einem täglichen Kaloriendefizit von mindestens 450 Kalorien, was durch die alleinige Einnahme von Chlorogensäure nicht erklärbar ist.

Eine Studie mit gleichen Bedingungen und insgesamt 50 übergewichtigen Personen erzielte ein ebenfalls unrealistisches Ergebnis. Im Gegensatz zur Placebogruppe verlor die aktive Gruppe durch eine tägliche Einnahme von 400 mg Chlorogensäure sogar durchschnittlich 5 Kilogramm, obwohl die Studiendauer nur zwei Monate betrug. Dies entspricht einem Kaloriendefizit von mindestens 580 Kalorien am Tag und ist somit nicht mit der Einnahme von Chlorogensäure erklärbar. Zusammenfassend ist eine Wirkung von Grünem Kaffee-Extrakt als Fatburner wahrscheinlich, da es die Resorption von Kohlenhydraten aus der Nahrung hemmen kann. Angesichts der Finanzierung einzelner Studien durch Hersteller und der unrealistischen Ergebnisse bei der Körperfettreduktion sind andere wirksame Fatburner derzeit empfehlenswerter. Für Personen mit Bluthochdruck stellt Grüner Kaffee-Extrakt allerdings eine Alternative zu Koffein dar, weil es in langfristigen Untersuchungen und der üblichen Dosierung den Blutdruck nicht erhöhte.

 

Grüntee-Extrakt

vihado grüner teeGrüntee-Extrakt ist ein konzentrierter Auszug aus Grünteeblättern. Dieser enthält hohe Mengen sogenannter Catechine, die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen und mit zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen in Verbindung gebracht werden. Die Catechine können in die vier Substanzen EC, ECG, EGC und EGCG eingeteilt werden und bilden rund 50 % des Grüntee-Extraktes. EGCG hat dabei höchsten Anteil in den Teeblättern und weist zudem auch die höchste Wirksamkeit auf. Das Catechin ist außerdem der Grund dafür, dass Grüntee-Extrakt in immer mehr Fatburner-Mischungen zu finden ist. Untersuchungen mit menschlichen Zellkulturen konnten zum Beispiel zeigen, dass EGCG in der Lage ist, das Enzym COMT zu hemmen. Dieses Enzym sorgt für den Abbau von Katecholaminen, zu denen auch die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin gehören. Der verminderte Abbau soll wiederum für eine Erhöhung der Stoffwechselrate und damit auch des Gesamtenergieverbrauchs sorgen, da die beiden Hormone Einfluss auf Herzschlagrate und Atemfrequenz oder auch die Mobilisierung von Energiereserven haben. Die Ergebnisse aus Humanstudien sind allerdings widersprüchlich und deuten darauf hin, dass Grüntee-Extrakt für sich allein keine Wirkung auf die metabolische Rate hat.

In einer Studie mit 23 Männern wurde festgestellt, dass die tägliche Zufuhr von 118 mg oder 483 mg Tee-Catechinen einen Effekt auf BMI und Körperfettmenge hatte. So führte die niedrige Dosierung nach der 12-wöchigen Einnahmephase zur Verringerung des BMI, während die hohe Dosierung einen stärkeren Effekt hatte und auch eine Reduzierung des inneren Bauchfetts und des Hüftumfangs bewirkte. Eine Studie mit 38 übergewichtigen Frauen konnte dieses Ergebnis allerdings nicht bestätigen. So nahm die aktive Gruppe jeden Tag insgesamt 300 mg des Hauptkatechins EGCG ein, während die zweite Gruppe ein Placebo erhielt. Beide Gruppen führten das gleiche Bewegungsprogramm durch und nahmen keine Veränderungen in der Ernährung vor. Nach der 12-wöchigen Einnahmephase waren der Hüftumfang, der Körperfettanteil und die Menge an innerem Bauchfett bei allen Teilnehmerinnen verringert, aber ohne Unterschiede zwischen den Gruppen. Eine weitere Untersuchung konnte außerdem zeigen, dass auch hohe Mengen Grüntee-Extrakt keinen nennenswerten Einfluss auf die Stoffwechselrate haben. So erreichten die Teilnehmer auch durch die Einnahme von insgesamt 1000 mg Grüntee-Extrakt, also 500 mg Catechinen, keine Erhöhung des Grundumsatzes.

Die Wirkung von Grüntee-Extrakt als alleiniger Substanz ist somit wissenschaftlich nicht geklärt. Wahrscheinlicher ist dagegen die COMT-bedingte Wirkungsverlängerung von Fatburnern wie Koffein oder Capsaicin, da diese für eine Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin sorgen.

 

Garcinia Cambogia

gc exGarcinia Cambogia ist eine Pflanze, die vor allem in Teilen Afrikas, Asiens oder Australiens wächst und einem grünen Kürbis ähnelt. Sie erlangte Bekanntheit, nachdem sie in einer beliebten amerikanischen TV-Sendung als Abnehmhilfe beworben wurde. Diese Vermutung geht auf Studien mit tierischen Zellkulturen und Tiermodellen zurück, bei der ein Extrakt der Pflanze für eine Verringerung des Fettanteils sorgte. Die Hauptsäure in Garcinia Cambogia wurde in Untersuchungen als Hydroxy-Zitronensäure identifiziert. Diese konnte in Tierstudien das Enzym ATP Citrat Lyase hemmen. Das Enzym ist für die Produktion von Acetyl-Coa nötig, welches wiederum die Grundlage für die Lipogenese in der Leber ist, also die Bildung von Fettsäuren für die Energiespeicherung in den Fettdepots. Durch die Hemmung der enzymatischen Produktion von Acetyl-Coa soll somit die Fettherstellung und Speicherung teilweise unterbunden und dadurch eine Körperfettreduktion erreicht werden. Anzumerken ist allerdings, dass Versuche mit tierischen Zellkulturen und Tiermodellen kaum auf den Menschen übertragbar sind, da sich viele der Stoffwechselprozesse grundlegend unterscheiden.

So konnten die jeweiligen Ergebnisse bisher auch nicht am Menschen bestätigt werden. Es gibt zwar vereinzelt Humanstudien, die eine positive Wirkung beweisen sollen, aber es überwiegen die negativen Ergebnisse bezüglich einer möglichen Wirkung auf die Körperfettreduktion. Eine Studie mit insgesamt 40 übergewichtigen Probanden konnte zum Beispiel zeigen, dass die achtwöchige Einnahme von 500 mg Garcinia Cambogia vor jeder Mahlzeit für einen höheren Gewichtsverlust sorgte als dies bei Teilnehmern mit Placebokapseln der Fall war. In einer weiteren Studie wurden jeweils 20 übergewichtige Personen in drei Gruppen aufgeteilt, von denen die ersten beiden vor jeder Hauptmahlzeit jeweils 4667 mg Hydroxy-Zitronensäure allein oder als Mischung einnahmen und die dritte Gruppe ein Placebo. Darüber hinaus verzehrten alle Gruppen 2000 Kalorien am Tag und absolvierten das gleiche Bewegungsprogramm. Nach achtwöchiger Einnahme hatten die ersten zwei Gruppen eine Reduzierung des BMI und Körpergewichts von etwa 5 %, während in der Placebogruppe keine Veränderung auftrat. Zu erwähnen ist allerdings, dass in dieser Studie die gesundheitlich unbedenklich Höchstdosierung von Hydroxy-Zitronensäure bei weitem überschritten wurde, da diese von Forschern mit 2800 mg pro Tag beziffert wird.

Die Ergebnisse konnten in größer angelegten Studien darüber hinaus nicht bestätigt werden. So wurden in einer koreanischen Studie 86 übergewichtige Probanden in drei Gruppen aufgeteilt. Die ersten zwei Gruppen nahmen täglich einen Fatburner in einer üblichen Dosierung ein, darunter auch 2000 mg Garcinia Cambogia mit einem Anteil von 60 % Hydroxy-Zitronensäure, während die dritte Gruppe ein Placebo erhielt. Alle Teilnehmer behielten außerdem ihre gewohnte Ernährung bei. Nach Ende der 10-wöchigen Einnahmephase konnten sowohl bei den ersten zwei Gruppen als auch der Placebogruppe keine Veränderungen des Gewichts oder Körperfettanteils festgestellt werden. Die bisher umfassendste Studie mit insgesamt 135 übergewichtigen Teilnehmern fand ebenso keine Wirkung bezüglich der Körperfettreduktion. So wurden die Probanden entweder in die Placebogruppe eingeteilt oder in die aktive Gruppe, welche täglich Garcinia Cambogia mit einem Anteil von 1500 mg Hydroxy-Zitronensäure einnahm. Alle Teilnehmer folgten außerdem der gleichen kalorienreduzierten Ernährung. Nach der 12-wöchigen Einnahmephase wurden bei beiden Gruppen keine Unterschiede bezüglich der erreichten Gewichtsabnahme und Körperfettreduktion festgestellt. Da die Studienlage derzeit uneindeutig ist und die größten Untersuchungen keinen Effekt auf die Körperfettreduktion belegen, ist Garcinia Cambogia derzeit nicht als Fatburner zu empfehlen.

 

Forskolin

forskolinForskolin ist ein Extrakt aus den Wurzeln der Pflanze Plectranthus barbatus, die meist in Indien und Teilen Afrikas wächst und vor allem in der ayurvedischen Lehre genutzt wird. Forskolin wurde in westlichen Ländern durch eine beliebte amerikanische Fernsehsendung bekannt, in der es als Abnehmhilfe gepriesen wurde. Diese Behauptung geht auf Untersuchungen mit menschlichen Zellkulturen zurück, in denen hohe Mengen Forskolin das Enyzm Adenylat-Zyklase aktivieren konnte. Dieses Enzym sorgt in den Körperzellen für eine Umwandlung des Energieträgers ATP in cyklisches AMP (cAMP). ATP ist der wichtigste Energieträger in den Zellen, der für alle Stoffwechselprozesse und mechanischen Bewegungen des Körpers benötigt wird. Liegt das Verhältnis zugunsten von cAMP, so wird dem Körper ein Mangel an ATP signalisiert, woraufhin er energieliefernde Fettsäuren aus den Speicherdepots freisetzt und diese zu ATP verstoffwechselt. Ob Forskolin aber tatsächlich über den Nahrungsweg in den benötigten Mengen aufgenommen und in die Körperzellen gelangen kann, ist unklar.

Die wenigen verfügbaren Humanstudien haben darüber hinaus wenig Aussagekraft. Zum einen wurden sie von einem Forskolin-Hersteller finanziert und müssen daher in wissenschaftlichen Publikationen als Werbung gekennzeichnet werden. Zum anderen widersprechen sie sich in ihren Ergebnissen. In einer Studie mit 30 übergewichtigen Männern wurde zum Beispiel festgestellt, dass die Einnahme von insgesamt 50 mg Forskolin pro Tag die Körperzusammensetzung positiv beeinflusst. So waren nach der 12-wöchigen Einnahmephase der Körperfettanteil reduziert und die Magermasse erhöht, zu der auch das Muskelgewebe zählt. In der Placebo-Gruppe gab es dagegen trotz ähnlicher Kalorienzufuhr keine Veränderungen. Eine kleine Untersuchung einer Privatklinik fand bei 6 übergewichtigen Frauen ähnliche Ergebnisse. Die Teilnehmerinnen behielten ihr Essverhalten und Aktivitätspensum bei und nahmen täglich 50 mg Forskolin ein. Nach der achtwöchigen Einnahmephase waren das Körpergewicht und der Fettanteil reduziert, während die Magermasse zugenommen hatte. Anzumerken ist allerdings, dass eine Placebogruppe fehlte und auch die Messung der Körperzusammensetzung mittels der bioelektrischen Impedanz nicht wissenschaftlichen Standards entspricht, da sie Schwankungen unterliegt.

Eine Studie mit 23 übergewichtigen Frauen fand dagegen keinerlei Hinweise für eine Wirkung von Forskolin auf die Körperzusammensetzung. Wie auch bei den zwei positiven Studien nahmen die Teilnehmerinnen zwei Mal am Tag 25 mg Forskolin ein und es fand kein Eingriff in die Ernährungsweise und sportlichen Aktivitäten statt. Nach der 12-wöchigen Einnahmephase wurden keine Veränderungen des Körperfettanteils oder der Magermasse festgestellt. Ein von den Forschern vermuteter Effekt auf den Appetit konnte ebenfalls nicht bestätigt werden. Angesichts der Studienfinanzierung durch einen Hersteller und der uneindeutigen Ergebnisse ist Forskolin derzeit nicht als Fatburner nicht zu empfehlen.

 

Himbeerketon

himbeerketonRaspberry Ketone, also Himbeerketon, ist die für das Aroma verantwortliche Substanz in Himbeeren, die auch in weiteren Beerensorten wie Brombeeren oder Cranberries vorkommt. Sie wird hauptsächlich in der Lebensmittelindustrie verwendet, aber durch ihre chemische Ähnlichkeit zu wirksamen Fatburnern wie Capsaicin und Synephrin wurden auch Supplement-Firmen aufmerksam. So soll Himbeerketon angeblich durch eine Beschleunigung der Stoffwechselrate den Gesamtenergieverbrauch erhöhen. In Studien an tierischen Fettzellkulturen wurde durch Himbeerketon zum Beispiel eine erhöhte Aktivität des Enzyms Hormonsensitive Lipase ausgelöst, was zu einer verstärkten Lipolyse, also Fettfreisetzung aus den Zellkulturen, führte. In Studien mit Tiermodellen wurde zudem eine höhere Fettverbrennungsrate durch die Zufuhr von Himbeerketon festgestellt. Dieses wurde mit einer möglichen Ausschüttung des Stresshormons Noradrenalin in Zusammenhang gebracht, welches gespeichertes Fett zur Energiegewinnung mobilisiert und für eine Beschleunigung des Stoffwechels sorgt. Erwähnt werden muss allerdings, dass zum einen sehr hohe Dosierungen gewählt wurden, die bei einer Umrechnung die empfohlene Zufuhrmenge für Menschen bei weitem übersteigen würden. Zum anderen sind Tierstudien schlecht auf den Menschen übertragbar und der Effekt auf den menschlichen Stoffwechsel wurde nie wissenschaftlich bestätigt.

Studien an Menschen sind rar und die von Herstellern am häufigsten zitierte Humanstudie hat wenig Aussagekraft, da eine Mischung aus Himbeerketon und vielen anderen Substanzen verbreicht wurde. So enthielt der verwendete Mix, der bei den Probanden zu einer Reduzierung des Körpergewichts und Fettanteils führte, unter anderem noch Koffein, Synephrin und Capsaicin. Diese Fatburner haben für sich allein eine wissenschaftlich bestätigte Wirkung. Es ist somit nicht möglich, die erfolgte Körperfettreduktion nur mit einem Wirkstoff in Verbindung zu bringen, insbesondere nicht Himbeerketon. Aufgrund fehlender Wirkungsbestätigung durch Studien an Menschen ist Himbeerketon somit nicht als Fatburner zu empfehlen.

 

Hoodia Gordonii

hoodiaHoodia Gordonii ist eine kaktusähnliche Pflanze, die in zahlreichen afrikanischen Ländern beheimatet ist. Sie wurde durch Fernsehsendungen in den USA bekannt, in denen Reporter von ihrer traditionellen Verwendung als Durst- und Appetitzügler bei Stammesbewohnern berichteten. Nachdem Studien an Tiermodellen eine appetithemmende Wirkung mitsamt Gewichtsverlust zeigten, begannen Supplement-Firmen vermehrt, Extrakte aus der Pflanze zu produzieren und als Abnehmhilfe zu vermarkten. Die für die Appetitzügelung verantwortliche Hauptzutat soll der neu entdeckte Wirkstoff P57 sein, der zu den Steroidglykosiden gehört. Auch hier gibt es nur Studien mit Tiermodellen, während die Wirkung auf den menschlichen Stoffwechsel nie untersucht wurde.

Mehr Klarheit brachte eine umfassende Studie mit übergewichtigen Frauen, die entweder eine übliche Dosierung des Extrakts oder ein Placebo über 15 Tage einnahmen. Die Probandinnen erhielten während der Einnahmephase keinerlei Beschränkungen bezüglich Verzehrsmenge von Nahrungsmitteln. Am Ende der Studie konnten zwischen den Gruppen keine signifikanten Unterschiede in der Kalorienaufnahme oder der Veränderung des Körpergewichts festgestellt werden. Der Hoodia-Extrakt wurde außerdem schlecht vertragen und die Probandinnen in der aktiven Gruppe meldeten vermehrt Schwindelanfälle, Erbrechen oder Hautausschläge. Darüber hinaus erhöhte sich bei ihnen während der Einnahmezeit unter anderem der Blutdruck. Forscher gehen inzwischen davon aus, dass ein möglicher appetitzügelnder Effekt wahrscheinlich auf die negativen gesundheitlichen Begleiterscheinungen zurückzuführen ist und raten von einer Einnahme ab.

 

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