ffmiEine FFMI-Tabelle ermöglicht es, den ermittelten Fettfreie-Masse Index objektiv einzuschätzen. Die Fettfreie Masse bezeichnet alle Komponenten im Körper mit Ausnahme von Fett, also unter anderem Knochen, Muskeln oder Organe. Im medizinischen Bereich steht der Wert für die jeweilige Muskelausprägung im Körper und kann genutzt werden, um die eigene Muskularität mit dem Durchschnitt der Bevölkerung zu vergleichen. Zusammen mit dem Körperfettanteil bietet der FFMI außerdem eine weitaus bessere Interpretation bezüglich der Körperzusammensetzung als der Body Mass Index (BMI). Dieser wird oftmals immer noch zur Einordnung des Körpergewichts herangezogen, obwohl er lediglich einen groben Anhaltspunkt geben kann und für Sportler ungeeignet ist. So wird zum Beispiel nicht der individuelle Muskelanteil berücksichtigt und ein Kraftsportler mit viel Muskelmasse erhält den gleichen BMI wie eine Person mit hohem Fettanteil, falls beide die gleiche Körpergröße sowie das gleiche Gewicht haben. So kann es durchaus passieren, dass ein Bodybuilder mit seinem BMI-Wert als übergewichtig eingestuft wird, auch wenn er einen einstelligen Körperfettanteil aufweist. Der FFMI bezieht dagegen neben der Körpergröße und dem Gewicht auch das Körperfett in die Berechnung ein und ist daher besser geeignet, um eine individuelle Einschätzung zu erhalten.

Der Grenzwert für den höchsten FFMI, der mit natürlichem Training, also ohne den Gebrauch chemischer Steroide möglich ist, wird mit 25 angegeben. Dies beruht auf einer Untersuchung, bei der der FFMI von über 150 Bodybuildern ermittelt wurde. Etwa die Hälfte der Teilnehmer hatte schon einmal Steroide genutzt oder nahm diese immer noch ein, während die andere Hälfte ausschließlich auf natürliche Weise trainierte. In der Gruppe der natürlichen Bodybuilder lag der höchste ermittelte FFMI bei 25, während die meisten Steroid-Nutzer diesen übertrafen und teilweise einen Wert von über 30 aufwiesen. Aus diesem Grund wurde ein Maximalwert von 25 als das höchstmögliche genetische Potential für einen natürlichen Muskelaufbau festgelegt.

Die Einordnung der FFMI-Werte für die Allgemeinbevölkerung geht dagegen auf eine breit angelegte Studie zurück, in der die Muskelausprägung von insgesamt 5000 Männern und Frauen in der Schweiz ermittelt wurde. Bei Männern lag der durchschnittliche FFMI je nach Alter zwischen 18.5 und 19.5 und bei Frauen zwischen 15.4 und 16.2. Auf den Ergebnissen der Studie basieren weitere Einschätzungen, die in der folgenden Tabelle aufgelistet sind:

ffmi tabelle

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