Mit dem folgenden KFA-Rechner kann man sich den Körperfettanteil anhand der Navy-Methode online ausrechnen lassen. Diese Methode liefert für gewöhnlich kein exaktes Ergebnis, wie es durch professionelle Geräte beim Sportarzt erreicht wird, aber sie kann einen ersten Anhaltspunkt bezüglich des tatsächlichen Körperfettanteils im Körper geben. Daraus abgeleitet wird der Anteil der fettfreien Muskelmasse sowie der dazugehörige FFMI (Fettfreie Muskelmasse Index). Dieser ermöglicht es, die eigene Muskularität mit dem Durchschnitt der Bevölkerung zu vergleichen. Alle ermittelten Werte können eine bessere Einschätzung zur Körperzusammensetzung geben als der BMI (Body Mass Index), der bei der Berechnung den individuellen Muskelanteil außer Acht lässt und somit für Sportler ungeeignet ist.

Neben den bekannten Angaben zum Gewicht und zur Körpergröße braucht man nur ein Maßband, um bestimmte Umfangswerte zu ermitteln und in den Rechner eintragen zu können. Frauen messen dafür den Umfang ihres Halses, der Hüfte und der Taille, Männer brauchen lediglich Hals-und Bauchumfang. Nach dem Eintrag aller Werte werden neben dem Körperfettanteil auch der Anteil der fettfreien Muskelmasse sowie der Fettfreie-Masse Index (FFMI) angezeigt. Für eine Erklärung und Interpretation der ermittelten Ergebnisse kann man die Körperfettanteil-Tabelle sowie die FFMI-Tabelle nutzen. Um genauere Werte des Körperfetts ermitteln zu können, sind unter dem KFA-Rechner noch effizientere Alternativen aufgelistet.  

Alternativen zum KFA-Rechner

Die Ermittlung des Körperfettanteils mit Hilfe der Navy-Methode kann einen Ansatzpunkt bezüglich des tatsächlichen Wertes geben. Für eine genauere Berechnung sind allerdings andere Messverfahren empfehlenswerter. So kann mit einem Maßband zum Beispiel nicht der genaue Körperfettwert an den Messpunkten ermittelt werden, denn ein Kraftsportler weist beispielsweise mehr Nackenmuskulatur auf als eine untrainierte Person, auch wenn beide den gleichen Halsumfang haben können. Außerdem bietet die Navy-Methode keine Möglichkeit, das Viszeralfett, also den Fettanteil rund um die Organe zu berechnen. Immer mehr Menschen möchten diesen Wert erfahren und überwachen, da Mediziner viel Viszeralfett inzwischen mit einer Förderung von Entzündungsprozessen sowie einem höheren Risiko für westliche Volkskrankheiten in Verbindung bringen. So konnte in einer Studie zum Beispiel gezeigt werden, dass nicht Übergewicht an sich, sondern insbesondere das Viszeralfett die Insulinresistenz begünstigt und somit das Risiko für Typ-2 Diabetes erhöht.

Eine besonders genaue Bestimmung der Körperzusammensetzung erhält man unter anderem mit der DEXA-Messung, die bei einigen Sportärzten angeboten wird und den Körper mittels zweier Röntgenquellen scannt. Aufgrund der Röntgenstrahlung ist diese Methode allerdings nicht für die dauerhafte Überwachung des Körperfettanteils geeignet. Darüber hinaus hinaus entstehen bei jedem Scan Kosten von etwa 40-50 Euro, da die Leistung nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird. Weitere Messungen, die zwar nicht exakte Werte wie ein DEXA-Scan bieten, aber der Navy-Methode überlegen sind, heißen Calipometrie oder bioelektrische Impedanzanalyse und können zu Hause mit einer Körperfettzange oder einer speziellen Digitalwaage durchgeführt werden.

Caliper

caliperDie am häufigsten empfohlene Messmethode für den Heimgebrauch ist die Calipometrie. Mit einer Körperfettzange, auch bekannt als Caliper, lässt sich die Hautfaltendicke an verschiedenen Stellen des Körpers messen, um daraus den Fettanteil des Körpers zu berechnen. Eine übliche Vorgehensweise ist die Messung an drei, sieben oder neun Körperfalten wie unter anderem dem Bauch, Oberschenkel oder Rücken und je mehr Werte in die Berechnung einfließen, desto genauer wird das Ergebnis. Hierfür wird an den jeweiligen Körperpunkten eine Hautfalte angehoben und deren Dicke mit dem Caliper gemessen. Die Werte werden danach in eine mitgelieferte Software oder einen Online-Rechner eingegeben, damit der Körperfettanteil ermittelt werden kann. Bei der richtigen Messung ist es wichtig, an den Hautfalten immer die gleiche Kraft aufzuwenden, da schon wenige Millimeter Unterschied zu falschen Ergebnissen führen. Außerdem gibt es hier keine Möglichkeit, das Viszeralfett, also den Fettgewebeanteil um die Organe zu messen. Es stellt aber eine etwas genauere Berechnung im Vergleich zur Navy-Methode dar und Körperfettzangen sind schon für wenige Euro erhältlich.

Körperfettwaagen

omron 511Körperfettwaagen stellen die schnellste und unkomplizierteste Messung des Körperfettanteils dar. Sie funktionieren mittels bioelektrischer Impedanzanalyse (BIA), bei der die Körperzusammensetzung anhand des elektrischen Widerstands ermittelt wird. Dafür steht man ohne Socken auf den Elektroden und ein schwacher, unmerkbarer Strom wird durch den Körper gesendet. Da Fett zum Beispiel einen geringeren Wasseranteil als Muskeln aufweist, leitet es den Strom schlechter, was zu einem höheren elektrischen Widerstand führt und entsprechend von der Waage umgerechnet wird. Zu empfehlen sind in erster Linie Körperfettwaagen, die über zusätzliche Elektroden für die Hände verfügen. Bei Waagen, die lediglich Elektroden für die Füße haben, wird der Strom nur durch die Beine geleitet und kann dadurch auch nur den Fettanteil im Unterkörper berechnen. Waagen mit Handelektroden können den Fettanteil des Oberkörpers in die Berechnung einbeziehen und darüber hinaus das Viszeralfett rund um die Organe berechnen.

Pflegecremes, Schweiß oder Wasser auf der Haut können die Ergebnisse allerdings verfälschen und auch Essen oder Flüssigkeit im Magen hat einen Effekt auf die Berechnung. In einer Untersuchung konnte zum Beispiel gezeigt werden, dass die Messungen durch den Verzehr eines Frühstücksmahls stark beeinflusst wurden. Für konstante Resultate sollten die Messungen falls möglich immer unter ähnlichen Bedingungen stattfinden, also zum Beispiel gleich nach dem Aufstehen.

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