Eine Körperfettanteil-Tabelle bietet die Möglichkeit, den berechneten Körperfettwert individuell zu bewerten. Dieser kann unter anderem selbst anhand der Navy-Methode mit dem KFA-Rechner ermittelt werden oder auf noch genauere Weise mittels Caliper oder Körperfettwaage. Eine grobe Einordnung der Ergebnisse bietet zum Beispiel die Tabelle des American Council on Exercise, die den Körperfettanteil in die Kategorien essentiell, athletisch, fit, durchschnittlich und übergewichtig einteilt. Essentiell bezeichnet den Fettanteil, der im Körper mindestens vorhanden sein muss, damit unter anderem das Herz-Kreislaufsystem sowie die Hormonproduktion keinen Schaden nehmen. So konnte zum Beispiel bei der Untersuchung eines Wettkampf-Bodybuilders über mehrere Monate gezeigt werden, dass schon eine leichte Unterschreitung des Mindestfettanteils von 5 % die Herzfrequenz deutlich senkte sowie die Testosteronproduktion auf ein Viertel des Ausgangswertes reduzierte. Bei Frauen sind die Mindestwerte im Vergleich zu Männern höher, da sie zum einen eine andere Hormon- und Körperbeschaffenheit aufweisen. Außerdem ist ein ausreichend hoher Fettanteil notwendig, um genug Östrogene für einen funktionierenden weiblichen Zyklus zu produzieren. Die Kategorie athletisch steht für Werte, die mit denen von Profisportlern in Disziplinen wie Radfahren, Triathlon oder Rudern vergleichbar sind.

Eine oft gestellte Frage unter Sportlern ist, ab welchem Körperfettanteil ein Six-Pack sichtbar wird, doch dazu liegen bislang keine Untersuchungen vor. Aufgrund der individuellen Körperzusammensetzung gibt es auch keinen pauschalen Wert, aber für gewöhnlich liegt die Grenze für Männer bei 10-11 % und für Frauen bei 19-20 % Körperfettanteil.

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Eine etwas genauere Einschätzung, die auch das Alter einbezieht, stammen vom American College of Sports Medicine. Ausgehend vom Durchschnitt der Bevölkerung wird der Körperfettanteil in die weiteren Kategorien besser und viel besser sowie schlechter und viel schlechter eingeteilt. Die Berechnung eines höheren Fettanteils für jedes Jahrzent geht auf die Vermutung von Forschern zurück, dass das viszerale Fett, also das Bauchfett rund um die Organe, im Alter etwas zunimmt. Die besten Werte sind wieder mit denen professioneller Athleten in Sportarten wie Triathlon vergleichbar, weil hier ein vergleichbar niedriger Körperfettanteil üblich ist. Die schlechtesten Werte in der Tabelle beziehen sich auf Personen, die im medizinischen Sinne als übergewichtig  gelten.

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