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ProduktAshwagandaUltra Strong Tribulus TerrestrisTribulus Terrestris TT Ultra StrongTribusteron 90Tribulus Terrestris 2400Peak Tribulus TerrestisSägepalmen-ExtraktBockshornkleeResveratrol
HerstellerVihadoPharmasportsGreenfoodIronmaxxOlimpBody AttackPeakGreenfoodDr. PandalisVihado
WirkstoffAshwagandaTribulus TerrestrisTribulus TerrestrisTribulus TerrestrisTribulus TerrestrisTribulus TerrestrisTribulus TerrestrisSägepalmen-ExtraktBockshornkleeResveratrol
Menge90 Gramm130 Gramm390 Gramm327 Gramm60 Gramm205 Gramm60 Gramm60 Gramm37 Gramm33,1 Gramm
VorteileBelegte Wirksamkeithoher Saponingehalt- hoher Saponingehalt
- plus Zink
- hoher Saponingehalt
- plus Zink
hoher Saponingehalt
NachteileKeineStudienlage uneindeutigStudienlage uneindeutig
- unnötige Süßstoffe
- Studienlage uneindeutig
- wenig Inhalt
- Studienlage uneindeutig
- niedriger Saponingehalt
- Studienlage uneindeutig
- niedriger Saponingehalt
- wenig Inhalt
- Studienlage uneindeutig
reduziert DHTreduziert DHT- Wirkung nicht belegt
TestberichteTestbericht lesen
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Testosteron-Booster sind Substanzen, die den Testosteronhaushalt im Körper optimieren sollen. Testosteron ist ein Steroidhormon, das hauptsächlich in den Hoden gebildet wird und im Körper vielfältige Gesundheitsfunktionen steuert. So ist es vor allem für die Ausprägung der sekundären Geschlechtsmerkmale beim Mann verantwortlich wie der Körperbehaarung, dem Bartwuchs oder auch einer tiefen Stimme. Zudem hat es starken Einfluss auf die Spermienbildung, die Libido und Erektionsfähigkeit sowie den mentalen Antrieb. Selbst die Knochendichte ist abhängig von ausreichend Testosteron im Körper. So aktiviert es über Rezeptoren die Osteoblasten, also jene Knochenzellen, die für den Neuaufbau von Knochengewebe zuständig sind. Darüber hinaus stimuliert es auch die Muskelproteinsynthese, also den Aufbau von Skelettmuskelmasse aus Nahrungsprotein. Optimale Testosteronwerte sind somit insbesondere für Kraftsportler und Bodybuilder von Vorteil, da sie Kraftsteigerung und Muskelaufbau effektiv unterstützen. Der männliche Körper verfügt im Blut über Konzentrationen des Gesamt-Testosterons von 3,5-9,0 Mikrogramm pro Liter. Niedrige Blutwerte haben einen genau gegenteiligen Effekt auf das Körperbefinden wie ein optimaler Testosteronspiegel. So können Symptome wie Libidoverlust und Erektionsprobleme auftreten oder auch eine gedrückte Stimmungslage mitsamt verringertem Antrieb. Ebenso können Knochenschwund oder eine starke Abnahme von Muskelmasse ein Indiz für einen möglichen Mangel sein.

Eine genetisch bedingte Ursache ist selten und niedrige Testosteronkonzentrationen sind altersunabhängig oft auf Faktoren wie Bewegungsmangel, Nährstoffdefizite, chronische Entzündungen oder Umwelteinflüsse zurückzuführen. Auch Übergewicht ist ein wichtiger Aspekt, da sich das Enzym Aromatase überwiegend im Fettgewebe befindet. Dieses Enzym sorgt unter anderem für die Umwandlung und den Abbau von frei verfügbarem Testosteron in das weibliche Haupthormon Östradiol. Testosteron-Booster sollen daher die Körperwerte optimieren, zum Beispiel durch eine vermehrte Ausschüttung oder die Hemmung der Testosteron-Umwandlung in andere Hormone. Allerdings gibt es nur in wenigen Fällen eine wissenschaftlich belegte Wirksamkeit der beworbenen Substanzen.

 

Wirkung von Testosteron-Boostern

Einige Substanzen in Testosteron-Boostern können auf unterschiedliche Weise die Konzentration des Hormons im Körper erhöhen. So sollen die Produkte Tribulus Terrestris und Ashwaganda zum Beispiel für eine vermehrte Ausschüttung von Testosteron in den Hoden sorgen. Das Signal für dessen Ausschüttung erfolgt durch eine Hormonkette in den Gehirn-Arealen des Hypothalamus und der Hypophyse. Am Anfang setzt der Hypothalamus das Hormon Gonadoliberin frei. Dieses stimuliert in der darunter liegenden Hypophyse die Ausschüttung des luteinisierenden Hormons. Das Hormon wandert über die Blutbahn zu den Hoden, wo es in den Leydig-Zellen die Bildung von Testosteron aus Cholesterin aktiviert. Die Booster Tribulus Terrestris und Ashwaganda sollen durch eine Stimulierung des luteinisierenden Hormons für eine erhöhte Testosteron-Ausschüttung sorgen, allerdings ist dieser Wirkungsweg bisher nur für Ashwaganda wissenschaftlich belegt.

Ein weiterer Wirkmechanismus einzelner Booster liegt in der Blockierung des Testosteron-Abbaus zu anderen Hormonen. So soll die Substanz Resveratrol zum Beispiel in der Lage sein, die Aktivität des Enzyms Aromatase zu hemmen, welches Testosteron in das weibliche Hormon Östradiol umwandelt. Dieser Effekt konnte bisher aber nur an menschlichen Zellkulturen gezeigt werden, während Studien an Männern erfolglos blieben. Andere Booster wie Sägepalmen-Extrakt oder Bockshornklee können dagegen den Testosteronspiegel heben, indem sie das Enzym 5-alpha-Reduktase hemmen. Dieses sorgt wiederum für die Umwandlung von Testosteron zu seinem Metabolit DHT (Dihydrotestosteron). Das männliche Hormon DHT ist allerdings für viele der Körperprozesse zuständig, die Testosteron zugeschrieben werden, zum Beispiel die Ausprägung von Bartwuchs und Körperbehaarung. Darüber hinaus hat es einen noch stärkeren Einfluss auf die Libido und Erektionsfähigkeit. Dies konnte zum Beispiel eine Studie mit 5-Alpha Reduktase Hemmern zeigen, welche die Bildung von DHT aus Testosteron unterbinden. So wurde festgestellt, dass Patienten durch die langfristige Einnahme der Medikamente ein deutlich höheres Risiko für Erektionsstörungen und eine verringerte Libido hatten. Auch wenn die Wirkung dieser Medikamente auf die DHT-Konzentrationen stärker ist als im Fall Testosteron-Boostern, sind diese angesichts möglicher negativer Folgen für die Libido nicht empfehlenswert.

 

Testsieger: Ashwaganda

ashwagandaDie Pflanze Ashwaganda, auch bekannt als Schlafbeere, ist vor allem in Afrika, Südeuropa und Teilen Asiens beheimatet. Sie wird in der ayurvedischen Medizin gegen viele Gesundheitsbeschwerden eingesetzt wie zum Beispiel Erektionsstörungen oder Unfruchtbarkeit und erlangte auch in westlichen Ländern viel Aufmerksamkeit. Die Pflanze weist einen vergleichsweise hohen Anteil an sogenannten Withanoliden auf, die aufgrund ihres Steroidgerüsts für die potenz- und testosteronsteigernde Wirkung verantwortlich gemacht werden. So soll der Wirkstoff eine vermehrte Ausschüttung des luteinisierenden Hormons in der Hirnanhangsdrüse auslösen. Dieses Hormon wandert über die Blutbahn zu den Hoden, wo es in den Leydig-Zellen die Produktion von Testosteron aus Cholesterin aktiviert. Verschiedene Tierstudien zeigen eine Testosteronsteigerung durch diesen Wirkmechanismus, aber da viele Stoffwechselreaktionen nicht mit denen von Menschen vergleichbar sind, haben die Ergebnisse zunächst wenig Aussagekraft. Mehrere Humanstudien konnten die Wirkung allerdings belegen. In einer Studie mit 60 unfruchtbaren Männern konnte die tägliche Einnahme von 5 Gramm Ashwaganda-Pulver zum Beispiel den Testosteronspiegel positiv beeinflussen. So waren nach der 3-monatigen Einnahmephase sowohl die Blutkonzentrationen des luteinisierenden Hormons als auch des Gesamt-Testosterons jeweils bis zu 22 % höher als zu Beginn, wie die folgende Grafik zeigt. Eine Studie mit 46 Männern, die an Oligospermie litten, konnte diese Ergebnisse bestätigen. Die Teilnehmer wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, von denen die aktive Gruppe täglich 675 mg eines Ashwaganda-Extrakts einnahm, während die Kontrollgruppe ein Placebo erhielt. Nach der 3-monatigen Einnahmephase wurden in der aktiven Gruppe diverse positive Effekte auf die Spermabildung festgestellt, zum Beispiel eine Erhöhung der Spermakonzentration und des Volumens. Darüber hinaus erhöhte die Einnahme die Werte des luteinisierenden Hormons und des Gesamt-Testosterons deutlich, wie die folgenden zwei Grafiken zeigen.

Auch ein merklicher Effekt auf die Kraftsteigerung und den Aufbau von Muskelmasse durch Ashwaganda ist wissenschaftlich bestätigt. So wurden die 56 männlichen Teilnehmer einer Humanstudie in zwei Gruppen eingeteilt, von denen die aktive Gruppe täglich 600 mg Ashwaganda-Extrakt einnahm und die Kontrollgruppe ein Placebo. Beide absolvierten mehrmals die Woche das gleiche vorgegebene Krafttraining für Ober- und Unterkörper. Nach der 8-wöchigen Studienphase wurde in der aktiven Gruppe eine deutliche Steigerung des Gesamt-Testosterons gemessen. Die Placebogruppe wies dagegen nur eine leichte Erhöhung auf, wie diese Abbildung verdeutlicht. Außerdem konnte die aktive Gruppe einen weitaus größeren Kraftzuwachs und Muskelaufbau erreichen wie die folgende Grafik erläutert. Ashwaganda ist somit eine Substanz mit wissenschaftlich bestätigter Wirksamkeit und als Testosteron-Booster empfehlenswert. Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bieten zum Beispiel die Ashwaganda-Kapseln des Herstellers Biotiva. Das Produkt enthält einen vergleichsweise hohen Gehalt an Withanoliden, welche für die testosteronsteigernde Wirkung von Ashwaganda verantwortlich sind. Die Kapseln waren im Test nicht zu groß und konnten zusammen mit Wasser einfach hinuntergeschluckt werden. Durch die Kapselhülle hatten sie außerdem einen neutralen Geschmack.

 

Tribulus Terrestris

tribulus dnsportnahrungTribulus Terrestris ist ein Extrakt aus der Pflanze Erd-Burzeldorn, die vor allem in Südeuropa und Asien vorkommt. Es ist einer der meist verwendeten Booster und soll aufgrund der enthaltenen Saponine für eine erhöhte Ausschüttung des luteinisierenden Hormons und damit auch eine stärkere Bildung von Testosteron sorgen. Die Annahme beruht auf einer privat durchgeführten Untersuchung eines bulgarischen Herstellers von Tribulus Terrestris. In dieser wurde bei den Teilnehmern nach der Einnahme des Extrakts eine rund 70 % höhere Ausschüttung des luteinisierenden Hormons gemessen. Die Ergebnisse konnten in dieser Form jedoch nie wissenschaftlich bestätigt werden. Die Studienlage ist derzeit widersprüchlich und so gibt es sowohl Untersuchungen, die keinen Effekt von Tribulus Terrestris auf die Testosteronproduktion ergaben als auch solche, die durch die Einnahme eine Erhöhung des Testosteronspiegels zeigten. So ergab eine Studie mit 30 Männern, die einen Testosteronmangel aufwiesen, dass die tägliche Zufuhr von 750 mg Tribulus Terrestris sich positiv bei ihnen auswirkte. So waren nach der 3-monatigen Einnahmezeit die Testosteronwerte höher als zu Beginn und auch die Erektionsfähigkeit hatte sich gebessert. Ein Effekt auf die Ausschüttung des luteinisierenden Hormons wurde aber nicht festgestellt. Eine weitere Studie mit Sportlern ergab, dass die tägliche Einnahme von 1900 mg Tribulus Terrestris in den ersten zehn Tagen eine Erhöhung des Testosteronspiegels bewirkte. In den 10 Folgetagen stieg dieser aber nicht weiter an.

Demgegenüber stehen zahlreiche Untersuchungen, die keine Wirkung von Tribulus Terrestris fanden. In einer Studie nahmen 30 unfruchtbare Männern zum Beispiel täglich 750 mg eines Tribulus-Extrakts zu sich. Nach der 3-monatigen Einnahme wurden im Blut keine Veränderungen der Testosteronwerte oder des luteinisierenden Hormons entdeckt. Darüber hinaus hatte sich die Spermakonzentration nicht geändert. In einer weiteren Studie mit 21 Männern stellten die Forscher selbst bei einer täglichen Zufuhr von 20 mg Tribulus-Extrakt pro Kilo Körpergewicht keine Wirkung fest. So wurden über einen Zeitraum von 4 Wochen mehrmals Blutuntersuchungen vorgenommen und keine Veränderungen der Testosteronwerte oder der LH-Konzentration gemessen. Auch auf ein mögliches Muskelwachstum scheint Tribulus keinen Effekt zu haben. In einer Studie mit 22 Rugby-Spielern nahm die aktive Gruppe täglich 450 mg eines Tribulus-Extrakts ein und absolvierte im Zuge der Saisonvorbereitung ein Krafttraining. Die Kontrollgruppe erhielt ein Placebo und führte das gleiche Training durch. Am Ende der 5-wöchigen Einnahmephase gab es keine Veränderungen in der Testosteron-Urinausscheidung und es wurden auch keine Unterschiede im Muskel- und Kraftzuwachs der beiden Gruppen gefunden.

Da die Studienlage uneindeutig ist und die negativen Ergebnisse überwiegen, ist die Wirkung von Tribulus Terrestris fraglich. Die Hersteller begründen die uneindeutigen Ergebnisse meist mit einem unterschiedlichen Gehalt an Protodioscin in den Produkten. Protodioscin ist der aktive Bestandteil in Tribulus, der in Tierstudien für eine Erhöhung der Testosteronwerte sorgen konnte. Allerdings gibt es keine Humanstudien, die diesen Wirkmechanismus auch beim Menschen bestätigen. Protodioscin gehört zu den pflanzlichen Saponinen und wer Tribulus trotz der unklaren Studienlage einnehmen möchte, hat bei Produkten mit sehr hohem Saponingehalt eine bessere Chance auf Wirksamkeit. Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet zum Beispiel der Tribulus-Extrakt Extreme Ultra Strong, der einen Saponingehalt von 90 % aufweist.

 

Resveratrol

vihado resveratrolResveratrol gehört zu den sekundären Pflanzenstoffen das in der Haut bestimmter Trauben und Beerensorten wie Weintrauben und Himbeeren vorkommt. Besonders hohe Konzentrationen finden sich in roten Weintrauben und den daraus gewonnenen Produkten wie Traubensaft und Rotwein. Resveratrol ist eine natürliche Schutzsubstanz, die Pflanzen und Früchte vor Parasiten und Pilzbefall bewahrt. Neben wissenschaftlich bestätigten Vorteilen bezüglich der Zellalterung und einer gesunden Herz-Kreislauf Funktion, ist Resveratrol auch als Testosteron-Booster in den Fokus geraten. Dies beruht unter anderem auf Untersuchungen mit menschlichen Zellkulturen, in denen Resveratrol eine Hemmung des Enzyms Aromatase bewirkte. Das Enzym ist unter anderem für die Umwandlung von Testosteron in das weibliche Hormon Östradiol verantwortlich. Resveratrol konnte die Enzymaktivität schon durch eine Konzentration von 12,5 Mikromol in den Zellen hemmen. Dieser Effekt wurde durch höhere Konzentrationen noch einmal deutlich verstärkt, wie folgende Grafik illustriert. Die Forscher schlossen aus den Ergebnissen, dass Resveratrol ein wirksamer Aromatase-Hemmer ist und zwar in Dosierungen, die theoretisch auch mittels hochkonzenzentrierten Nahrungsergänzungsmitteln erreicht werden könnten. Sie vermuteten, dass durch eine Supplementierung von 1 mg Resveratrol pro Kilo Körpergewicht eine wirksame Menge im Blut erreicht werden könnte.

In der Praxis gibt es dafür allerdings keine Belege. So zeigen Unterschungen, dass Resveratrol vom menschlichen Verdauungssystem zwar gut resorbiert werden kann. Allerdings wird es auch auch sehr schnell von der Leber verstoffwechselt und mittels Glucoronidierung über den Urin ausgeschieden. Die Möglichkeit, dass Resveratrol tatsächlich in wirksamen Konzentrationen in die Zellen gelangen kann, ist daher unwahrscheinlich. Eine Studie mit insgesamt 66 Männern und sehr hohen Dosierungen Resveratrol konnte zum Beispiel keinerlei Wirkung auf den Testosteronspiegel finden. So wurden selbst bei einer Dosierung von 1000 mg über 4 Monate keine Veränderungen des Gesamttestosterons und freien Testosterons im Blut festgestellt. Aufgrund der nicht bestätigten Wirksamkeit ist Resveratrol somit kein empfehlenswerter Testosteron-Booster.

 

Sägepalmen-Extrakt

sägepalmen extraktSägepalmen-Extrakt ist ein pflanzlicher Auszug der Sägepalme, die in Teilen Nordamerikas beheimatet ist. Ihre Früchte enthalten Fettsäuren, die für eine Erhöhung der Testosteronwerte sorgen sollen, indem sie den Abbau des Hormons einschränken. Verantwortlich dafür soll vor allem die Fettsäure Beta-Sitosterin sein, die in hohen Mengen in den Früchten vorkommt. Die Fettsäure konnte in Untersuchungen mit Zellkulturen eine Hemmung des Enzyms 5-alpha-Reduktase bewirken. Das Enzym ist verantwortlich für die Umwandlung von Testosteron zu seinem Metabolit DHT, das im Körper vor allem für die Ausprägung der männlichen Geschlechtsmerkmale wie Bartwuchs und Körperbehaarung verantwortlich ist. Ein Extrakt der Sägepalme konnte in Untersuchungen mit menschlichen Zellkulturen ebenfalls eine Hemmung des Enzyms 5-Alpha-Reduktase erreichen, was auf deren Gehalt an Beta-Sitosterin zurückzuführen sein soll. Auch eine Reduzierung von DHT durch den Extrakt konnte in einer Studie mit 40 Männern gezeigt werden. Untersucht wurde der Effekt des Extrakts auf Gewebezellen der Prostata, die im Vergleich zu anderen Körperteilen eine hohe Konzentration an DHT aufweist. Die aktive Teilnehmergruppe nahm über 6 Monate Sägepalmen-Extrakt ein, während die Kontrollgruppe ein Placebo erhielt. Nach der Einnahmephase wurde in den Gewebeproben der aktiven Gruppe im Vergleich zum Beginn eine DHT-Reduzierung von 32 % gefunden, während in der Placebogruppe keine Veränderungen auftraten. Die Forscher schlossen daraus, dass der Extrakt die Umwandlung von Testosteron zu DHT mittels einer Hemmung der 5-alpha-Reduktase bewirkt.

Ein positiver Einfluss auf den männlichen Testosteronspiegel konnte aber dennoch nie wissenschaftlich belegt werden. Oft zitierte Studien, die einen Effekt beweisen sollen, fanden mit Mischungen aus verschiedenen Testosteron-Boostern statt und sind daher nicht aussagekräftig. Eine umfangreiche Studie 225 Männern und ausschließlich Sägepalmen-Extrakt konnte dagegen keine Wirkung feststellen. So erhielt die aktive Gruppe täglich 320 mg des Extrakts, während die zweite Gruppe ein Placebo erhielt. Nach der einjährigen Studienphase wurde bei beiden Gruppen keine Veränderung der Testosteronwerte festgestellt. Selbst wenn eine Verbesserung des Testosteronspiegels durch eine höhere Dosierung erreicht werden könnte, so wäre eine Einnahme von Sägepalmen-Extrakt dennoch nicht empfehlenswert, da dies auf Kosten von DHT geschehen würde. DHT spielt unter anderem eine wichtige Rolle für eine gesunde Libido und die Erektionsfähigkeit. So ergab eine Auswertung von 36 Studien und 4 Fallberichten, dass eine verringerte Libido zu den am meisten vorkommenden Nebenwirkungen bei der Einnahme von Sägepalmen-Extrakt zählte.

 

Bockshornklee

bockshornkleeBockshornklee ist eine Pflanze, die weltweit angebaut wird und vor allem in Asien, Nordafrika und dem Nahen Osten als Lebensmittel oder Gewürz Verwendung findet. Für die Supplement-Industrie ist Bockshornklee interessant, da Untersuchungen einen hohen Anteil an Diosgenin in der Pflanze finden konnten. Diosgenin hat eine ähnliche chemische Struktur wie die menschlichen Steroidhormone, zu denen auch die männlichen Sexualhormone gehören. Da Bockshornklee nachweislich die Ausschüttung des Hormons Prolaktin erhöht, wird es von Frauen verwendet, um die Produktion der Muttermilch zu steigern. Männer nutzen es dagegen, da sie sich eine Erhöhung des Testosteronspiegels versprechen. Bockshornklee soll dies laut Herstellern ermöglichen, indem es das Enzym 5-alpha-Reduktase hemmt, welches Testosteron in seinen Metabolit DHT umwandelt. Dieser Effekt konnte bisher aber weder an Zellkulturen noch durch Humanstudien belegt werden. Bockshornklee zählt heute zu den meist verwendeten Testosteron-Boostern, aber die oft zitierten wissenschaftlichen Ergebnisse haben wenig Aussagekraft. Zum einen sind die wenigen verfügbaren Studien oft von Herstellern finanziert und zum anderen sind sie widersprüchlich.

Eine Studie mit 30 Kraftsportlern konnte zum Beispiel eine Erhöhung des Testosteronspiegels durch Bockshornklee zeigen. So erhielt die aktive Gruppe täglich 500 mg Bockshornklee-Extrakt und führte vier Mal pro Woche ein Gewichttraining durch. Die Kontrollgruppe absolvierte das gleiche Training, aber erhielt nur ein Placebo. Nach der 8-wöchigen Studienphase stellte man in der aktiven Gruppe eine Erhöhung von rund 6,6 % des Gesamt-Testosterons fest. Auch der Zuwachs an Muskelmasse und Kraft war etwas höher als in der Placebogruppe. Ein gesenkter DHT-Spiegel, und damit eine mögliche Erklärung für die höheren Testosteronwerte, wurde aber nicht vorgefunden. Eine weitere Studie mit insgesamt 45 Kraftsportlern und ähnlichen Bedingungen konnte das Ergebnis nicht bestätigen. So erhielt die aktive Gruppe 500 mg Bockshornklee-Extrakt und absolvierte vier Mal in der Woche ein Krafttraining, während die Placebogruppe das gleiche Training durchführte und nur ein Placebo erhielt. Nach der 8-wöchigen Einnahmephase verzeichnete man in der ersten Gruppe eine deutliche Senkung der DHT-Werte von etwa 9,5 %, während in der Placebogruppe sogar ein leichter Anstieg vorhanden war. Eine Veränderung der Testosteronwerte wurde dagegen nicht festgestellt.

Derzeit gibt es somit keine hinreichenden wissenschaftlichen Belege für eine Wirkund von Bockshornklee auf den Testosteronspiegel. Möglicherweise ist Bockshornklee ein schwacher 5-alpha- Reduktase Hemmer. Eine Erhöhung der Testosteronwerte auf Kosten von DHT ist allerdings nicht sinnvoll, da das Hormon eine Vielzahl an Körperfunktionen positiv beeinflusst. Bockshornklee ist angesichts der aktuellen Studienlage daher kein empfehlenswerter Testosteron-Booster.

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